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Die Erde beeindrucken

Klimaneutral
durch Humusaufbau

Seit 2009 erstellen wir auf Wunsch CO2-Bilanzen für Druckprodukte, bei der alle unvermeidbaren Emissionen berücksichtigt werden. Seit Sommer 2014 können diese in Zusammenarbeit mit der Ökoregion Kaindorf durch Humusaufbau in regionalen Ackerflächen gebunden werden. In heimischen Böden ist der Humusgehalt dramatisch gesunken, Wasser und Nährstoffe werden kaum mehr gespeichert. Durch Humusanreicherung wird CO2 gebunden und der Boden wieder zum optimalen Wasserspeicher. Diese regionale Form der CO2-Kompensation begeistert unsere Kunden. Wir sind die erste Druckerei weltweit, die diese Möglichkeit anbietet.

Unser eigens produziertes Video „Die Erde beeindrucken“ erklärt das Prinzip der CO2-Kompensation durch Humusaufbau.

Humusaufbau

So profitieren Mensch und Umwelt

Wenn Ihnen der weltweite Handel mit CO2-Zertifikaten suspekt ist, können Sie Ihre Drucksorten bei uns klimaneutral bestellen und damit ein etabliertes Projekt zur Verbesserung der Ackerflächen unterstützen. Das schafft wesentliche Grundlagen für Lebensmittel, die diese Bezeichnung auch verdienen.

Durch Humusaufbau in Ackerböden können große Mengen Kohlendioxid gespeichert werden. Durch den Kauf von Humus-Zertifikaten der Ökoregion Kaindorf können Sie die nicht vermeidbaren CO2-Emissionen, welche beim Druckprozess anfallen, freiwillig kompensieren. Sie unterstützen damit ein regionales Projekt zur Verbesserung unserer Böden.

Davon profitieren Mensch und Umwelt in Ihrer Nähe. Die Kosten pro Tonne kompensiertes CO2 betragen 45 Euro (brutto), 30 Euro werden an die Humusaufbau-Landwirte ausbezahlt, die restlichen 15 Euro finanzieren die wissenschaftliche Begleitung und die Verwaltung in der Ökoregion Kaindorf.

Ihre Botschaft nach außen:

Auf Ihren Drucksorten können Sie dann dieses Logo:

und zusätzlich folgenden Hinweis aufdrucken:

„Die bei der Produktion dieser Drucksorten unvermeidbaren CO2-Emissionen wurden durch Unterstützung des Humusaufbau-Projekts der Ökoregion Kaindorf kompensiert.“

Erdedankfest

Ein Fest für den König der Tiere

Alle zwei Jahre feiern wir im Herbst das ERDEDANKfest und verleihen dabei „Goldene Regenwürmer“ an jene Kunden, die das Humusaufbau-Projekt maßgeblich unterstützen. Gleichzeitig gibt uns dieses Ereignis die Möglichkeit, anschaulich darzustellen, wie die Kompensationszahlungen für klimaneutrale Druckprodukte Landwirte bei der Verbesserung der Ackerböden unterstützen.

Unser ERDEDANKfest findet immer großen Anklang. Wir lassen uns stets etwas Besonderes einfallen und laden themenrelevante Gäste ein. Im Oktober 2018 durften wir unter anderen die Berliner Schauspielerin Barbara Geiger als Fräulein Brehm bei unserem ERDEDANKfest begrüßen. Mit ihrem Theaterstück über den „König der Tiere“ brachte sie unseren Kunden den großen Nutzen des Regenwurms für den Humus in unseren Gärten und Feldern näher.

Wir freuen uns jedes Mal auf dieses besondere Fest und danken auch hier noch einmal all unseren Kunden, mit denen wir es schaffen die Erde zu beeindrucken. Unsere Videos liefern einen Einblick in unsere außergewöhnlichen Feiern deren Highlight die Verleihung des „Goldenen Regenwurms“ ist.

Wissenswertes kurz und kompakt

Fragen und Antworten

Vier Fragen an Manfred Ergott, Druckerei Janetschek

Da ist einerseits die oststeirische Ökoregion Kaindorf, deren Humusaufbau-Projekt uns überzeugt und begeistert hat. Gemeinsam mit den Biobauern Nördliches Waldviertel ist es uns gelungen, dieses Erfolgsmodell in die Region Waldviertel zu übertragen. Und andererseits der Verband Druck & Medientechnik, der die Kontrolle der Kompensationszahlungen gewährleistet.

Bei der CO2-Bilanz eines Druckauftrages werden alle Kohlendioxid-Emissionen berücksichtigt, die direkt und indirekt durch die Produktion entstehen. Der CO2-Rechner ermöglicht die transparente Berechnung der Emissionen nach den Hauptquellen Material, Produktion und Entsorgung. Berücksichtigt werden aber auch die Lieferungen und die Fahrten der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz.

Wir haben im Vorfeld alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Ressourceneffizienz ausgeschöpft und somit die Emissionen auf ein Minimum reduziert.

Unsere Bilanzen werden mit dem Klimarechner von ClimatePartner erstellt. Diese Organisation gilt als Erfinder des Prozesses für klimaneutrales Drucken und hat an der Erstellung der ISO 16759 zur CO2-Bilanzierung von Druckprodukten mitgewirkt. Transparenz gewährleistet ClimatePartner dabei durch ein eindeutiges Kennzeichnungssystem in Verbindung mit einer TÜV-Austria-zertifizierten IT-Lösung.

Zahlreiche Kunden sind von dieser Variante des klimaneutralen Drucks begeistert – das zeigt die Erfolgsbilanz seit Start des gemeinsamen Projekts. Rund 1200 Tonnen CO2-Emissionen konnten von Sommer 2014 bis Ende 2019 durch Unterstützung des Humusaufbau-Projekts kompensiert werden.

Besonders erfreulich ist, dass sich weitere Landwirte aus dem Waldviertel und anderen Regionen – auch aufgrund unserer Initiative – beim Humusaufbau-Projekt beteiligen. Die Wertschöpfung bleibt somit in der Region und die vorbildliche Initiative zur Verbesserung heimischer Böden setzt ihre Erfolgsgeschichte fort.

Vier Fragen an Gerald Dunst, Ökoregion Kaindorf

In den letzten Jahrzehnten wurde weltweit „humuszehrend“ gewirtschaftet – das heißt, dass die Humusreserven der Ackerböden durch die intensive Bewirtschaftung reduziert wurden. In Österreich ist der Humusgehalt von ursprünglich fünf bis sechs Prozent auf unter drei, teilweise sogar unter zwei Prozent gesunken!

Mit der Förderung von Humusaufbau erfolgt eine Ökologisierung des Landbaus. Durch eine Humusanreicherung von z.B. drei Prozent auf 25 cm Bodentiefe können bis zu 125 Tonnen CO2 pro Hektar in Form von Humus gebunden werden.

Gleichzeitig wird der Boden wieder zum optimalen Wasserspeicher. Ein humusreicher Boden kann viel mehr Wasser aufnehmen und verhindert dadurch die Auswaschung wichtiger Nährstoffe aus den Ackerflächen. Dadurch können vor allem enorme Schäden durch Abschwemmungen und Hochwasser minimiert werden.

Durch eine geänderte Bewirtschaftung kann im Ackerboden Humus aufgebaut und stabilisiert werden. Die Landwirte werden dabei fachlich informiert und entsprechend geschult.

Im Gegensatz zu allen anderen „Qualitätssicherungsprogrammen“ werden dem Landwirt hierbei keine zwingenden Auflagen erteilt. Es werden lediglich Empfehlungen abgegeben und beim einzelnen Landwirt der Erfolg des Humusaufbaues gemessen.

Folgende Maßnahmen werden zurzeit empfohlen: Düngung mit Kompost und Gründüngung, Bodenbearbeitung reduzieren – im Idealfall keine Bodenbearbeitung, Dauerbegrünung – vor allem auch Winterbegrünungen, Fruchtfolgen, Mischkulturen und Untersaaten sowie Reduktion des Chemieeinsatzes.

Bei Projektstart werden von einem zertifizierten unabhängigen Sachverständigen Bodenproben entnommen und durch ein ebenfalls zertifiziertes und unabhängiges Labor analysiert. Nach einem vom Landwirt frei wählbaren Zeitrahmen von drei bis sieben Jahren wird vom selben Sachverständigen eine weitere Probe entnommen, der zusätzlich aufgebaute Humus ermittelt und auf CO2-Mengen umgerechnet. Nach der Auszahlung der Zertifikatgelder muss der Landwirt garantieren, dass der erhöhte Humusgehalt zumindest fünf Jahre stabil bleibt. Dies wird anhand der dritten Kontrolluntersuchung auch überprüft.

Erst ab einer Humusanreicherung von 0,3% (also beispielsweise von 2,5% auf 2,8%) wird die Fläche als Humusaufbaufläche anerkannt und ein Zertifikat ausgestellt.

Der Landwirt erhält für nachweislich im Ackerboden über Humusaufbau gebundenes CO2 bis zu 30 Euro pro Tonne. Damit ist nicht nur der gesamte Aufwand abgedeckt, sondern es handelt sich tatsächlich um ein respektables Zusatzeinkommen! Ein weiterer Gewinn für den Landwirt und die Umwelt besteht in der nachhaltigen Verbesserung des Bodens.

Rund 300 Landwirte sind auf einer Gesamtfläche von 3600 Hektar am Humusaufbau-Projekt der Ökoregion Kaindorf beteiligt. Dabei werden durchschnittlich rund 0,2% Humus pro Jahr aufgebaut, also 1% in fünf Jahren. Die ersten Kontrolluntersuchungen fünf Jahre nach erfolgreichem Humusaufbau zeigen, dass der aufgebaute Humus im Boden auch stabil bleibt. In Summe wurden bislang rund 380.000 Euro an Landwirte ausgezahlt (Stand Jänner 2020).